Wie finde ich meinen eigenen Weg?

Unzählige Entscheidungen

Jeden Tag musst du jede Menge Entscheidungen treffen. Morgens ist die erste Frage, was du frühstücken willst und im Anschluss steht die Wahl an, in welchem Outfit du den Tag verbringst und solche Fragen musst du jeden Tag neu beantworten. Im Laufe unseres Lebens kommst du so auf unzählige alltägliche Entscheidungen, die du treffen musst. Manchen Menschen gelingt dieser Akt leichter als Anderen. Ich gehöre nicht zu den entscheidungsfreudigen Menschen, auch wenn ich mich gerne dazu entscheiden würde mich schneller zu entscheiden. Kleiner Wortwitz am Rande.

Hin und wieder kommst du in deinem Leben dann an eine Kreuzung, an der dir mehrere Möglichkeiten zur Auswahl stehen. Solche, die einer längeren Bedenkzeit brauchen. Es sind Entscheidungen für’s Leben. Mit welchem Menschen möchte ich den Rest meines Lebens verbringen? Und ist es besser dem einen Menschen, der mir nicht gut tut, Lebewohl zu sagen? Was will ich mit meinem Leben anfangen? Was will ich beruflich machen? Wage ich noch ein Mal einen Neuanfang? Solche Fragen zu beantworten ist nie leicht und das eigene Gefühl spielt dabei eine wichtige Rolle.

Generation Y – Arbeitsverweigerer?

Immer wieder lese ich, dass meine Generation (die sogenannte Generation Y) nach Selbstverwirklichung strebt und das in Deutschland herrschende Bildungs- und Arbeitssystem hinterfragt. Ich entspreche hier wohl dem Stereotyp der Generation Y. Über viele Jahre hinweg lief das von der Gesellschaft aufgezwungene System hervorragend, aber andere Zeiten erfordern andere Maßnahmen. Während die Gesellschaft noch vor einigen Jahren arbeitete das täglich Brot zu ernten, um etwas Essbares auf den Tisch zu bekommen, verkaufen die Menschen heutzutage ihre Zeit. Die Nahrungsmittel hingegen liegen in Plastik abgepackt in jedem Supermarkt, den die Bevölkerung nach dem acht Stunden Arbeitstag besucht.

Für mich ist diese Vorstellung fernab der Natur. Und so stellte ich mir die Frage, wo ich mit meinem Tun eigentlich hin will und was ich erreichen will. Die Vorstellungen der Gesellschaft wollte ich nicht über mein Leben bestimmen lassen. Stattdessen möchte ich selbstbestimmt leben und arbeiten. Natürlich dient Arbeit oft als Mittel zum Zweck. Rechnungen, Lebensmittel und das Dach über dem Kopf wollen monatlich bezahlt werden. Allerdings bin ich der Meinung, dass kein Mensch einen Job, der ihm nicht gefällt, dauerhaft ausüben sollte. Jeder hat nur das eine Leben und dieses aufgrund von gesellschaftlichen Normen aufzuopfern, ist nicht die ideale Lösung.

Meine Erfahrungen

Lange Zeit fühlte ich mich wie ein zappelnder Fisch an Land oder wie ein schwarzes Schaf inmitten einer weißen Herde. Ich wusste nicht recht, was ich mit meinem Leben anfangen sollte und wohin mich mein Weg führen würde. Während die meisten meiner Mitschüler zu Schulzeiten bereits konkrete Zukunftspläne hatten, wollte ich nur möglichst lange im Bildungssystem bleiben. Also machte ich mein Abitur und ging an eine Hochschule, um mein Bachelorstudium der Literatur- und Sprachwissenschaft aufzunehmen. Während dieser Zeit machte ich mehrere Praktika, um zu testen in welche Richtung es mich treiben würde. Anschließend wusste ich nur, dass ich keinesfalls in einem Büro sitzen wollte. Schließlich habe ich alles, was ich brauche in meinem Homeoffice und dort finde ich die nötige Ruhe und Konzentration. Wozu also eine verschwenderische Fahrt von Rohstoffen, Geld und Zeit auf mich nehmen? Noch während meines Studiums stolperte ich über einen Artikel zum Beruf des freien Texters und plötzlich wusste ich: Das möchte ich auch machen. Um Erfahrungen zu sammeln, schrieb ich zunächst Beiträge für ein niedriges Honorar.

Hat dieser Beruf doch keine Zukunft? Schnell plagten mich Zweifel, aber ich hatte Unterstützung, die mir sagte Geduld, Durchhaltevermögen und Anstrengung sind der Schlüssel, um dieser Erfüllung nachgehen zu können. Auch ein Studium dauert bekanntlich nicht ewig und so wagte ich den Versuch. Mit Hilfe eines Webdesigners, der mich in vielerlei Hinsicht unterstützt, baute ich schließlich diese Homepage und bin meinem Ziel wieder einen Schritt näher.

Wie auch du den Weg schaffst

Denke an dich selbst. Dies ist kein Grund egoistisch zu werden, aber einer dafür dir die Frage zu stellen, ob du derzeit zufrieden mit deiner täglichen Aufgabe bist. Kannst du die Frage mit JA beantworten, dann gratuliere ich dir. Du hast deine Leidenschaft gefunden und kannst dich dieser jeden Tag auf’s Neue widmen. Wenn deine Antwort allerdings NEIN lautet, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen etwas zu verändern.

Stelle dir die Frage, was du stattdessen gern tun würdest. Dies muss keine Lebensaufgabe sein, aber du solltest etwas finden, mit dem du dich identifizieren kannst. Was machst du gerne? Oder was kannst du gut und möchtest es mit der Welt teilen? Wenn du noch keine Idee hast, dann probiere dich aus. Selbst wenn du anschließend nur weißt, was du nicht willst, du dir nicht vorstellen kannst und für dich unter keinen Umständen in Betracht kommt.

Werde dir über das klar, was du für dein Leben willst und definiere dies als großes Ziel, das du dir immer wieder vor Augen führen kannst und worauf du nun hinarbeiten kannst. Dies schaffst du, indem du fortan jede Entscheidung darauf auslegst.

Du kannst ruhig damit anfangen kleinschrittig zu denken. Das ist wichtig, denn jeder kleine Schritt wird dich deiner Zielsetzung näher bringen. Die einzelnen kleinen Bemühungen, mögen sie auch noch so klein sein und dir unwichtig vorkommen, ermöglichen dir diese schließlich abhaken zu können und dies vermittelt dir ein gutes Gefühl. Dadurch ermutigst du dich selbst dein Ziel zu verfolgen, was ein großer Schritt in Richtung Zufriedenheit und glückliches Leben ist.

Rückschläge

Es werden auch Rückschläge kommen und vielleicht bist du kurz davor aufzugeben. Es gibt in jeder Hinsicht immer wieder dunkle Tage im Leben. Die werden allerdings benötigt, damit die Helligkeit wieder zu dir durchdringen kann und du diese zu schätzen weißt. Manche Menschen werden dir möglicherweise sagen, dass du dein Ziel niemals erreichen wirst. Dies sollte für dich ein Grund mehr sein, ihnen zu beweisen es doch zu schaffen. Selbst, wenn sie am Ende recht hatten, kannst du dies nur erfahren, wenn du diesen Weg auf dich nimmst und es für dich selbst herausfindest. Andere Menschen werden dich hingegen ermutigen und an dich und deine Vision glauben und sie werden dich aufbauen, wenn du den Mut in dich selbst verlierst. Das hilft enorm, aber letztendlich hängt alles von deiner Willenskraft ab.

Durchhalten lohnt sich, denn den Schritt machst du allein für dich und ein erfülltes Leben, auf das du eines Tages glücklich zurück blicken wirst. Geh deinen Weg und traue dir selbst. Was hält dich noch ab?

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